Lösungen von der Vision zur Umsetzung
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Die Schwerpunkte der diesjährigen Entwicklungen im RBE Plus Umfeld lassen sich unter folgenden Stichpunkten zusammenfassen:
Im Rahmen der RBE Plus Potenzialanalyse wird ein SAP System mit ca. 14.000 unterschiedlichen SQL-Abfragen, den sog. Prüfschritten gescannt. Die Ergebnisse werden in Form von Scorecards und EXCEL-Dokumenten aufbereitet und den Analysten zur Verfügung gestellt. Basierend auf dem Erfahrungsschatz von ca. 800 durchgeführten RBE-Analysen von produktiven SAP-Systemen können Anomalien in den Daten schneller entdeckt werden. Dazu werden Alerts definiert, die den Analysten automatisch auf identifizierte Anomalien oder Unstimmigkeiten hinweisen. Dazu zählen z. B. Missverhältnisse zwischen den Stamm- und Bewegungsdaten, was auf einen aufgeblähten Stammdatenbestand zurück-schließen lässt oder deutliche Abweichungen vom allgemeinüblichen Benchmark, z. B. das Verhältnis von genutzten Kunden- und Standardtransaktionen. Bei der Definition von Alerts werden sowohl die Erfahrungen der IBIS-Analysten als auch die verfügbaren Benchmarks herangezogen.
Konsolidierung von SAP-Systemen/SAP-Organisationseinheiten steht aufgrund des Kostendrucks bei vielen IT-Entscheidern auf dem Programm. Die Fragen wie z. B. was ist das Zielsystem, wie geht man mit identisch genutzten Funktionen oder mit Funktionslücken um, müssen im Vorfeld geklärt werden, bevor die Entscheidung über das Konsolidierungszenrio gefallen ist. Die RBE Plus Abgleichsanalyse unterstützt hierbei die Entscheidungs- und die Umsetzungsphase, indem Lücken, Identitäten, semantische Unterschiede und deren Nutzungsintensität aufdeckt werden und die Entscheidungen unpolitisch auf reiner Faktenbasis getroffen werden.
| System 1 | System 2 | ||
| Musterbelege | x | LÜCKE | |
| Streckengeschäft | x | x | IDENTITÄT |
| Electronic Banking | x (3rd Party Product) | x | IDENTITÄT |
| Geschäftsbereiche | x | LÜCKE |
Der Ausbau der RBE Plus Abgleichsanalyse steht daher eindeutig im Vordergrund der diesjährigen Entwicklungsplanung. Im Rahmen dieser Entwicklung werden Abgleichsmatrizen implementiert, die je Fachbereich Unterschiede aufzeigen und bewerten. Die Suche nach semantischen Unterschieden bei gleichen Custo-mizigobjekten wird ebenfalls erleichtert, indem Bezeichungen dieser Objekte analysiert werden.
Die in der letzten Entwicklungskampagne eingeführten Scorecards geben in Form von Kennzahlen die wesentlichen Analyseergebnisse wider und richten sich primär an das Management. Für die Detailanalyse der Kennzahlen, wie z. B. Automatisierungsgrad bei der Erfassung von Rechnungen im Hauptbuch werden in dieser Entwicklungskampagne Details in Form von EXCEL-Dokumenten übersichtlicher aufbereitet, damit die Analyse auffälliger Kennzahlen leichter vorgenommen werden kann.
Eine der wesentlichen Erkenntnissen der RBE-Analysten ist, dass in den meisten SAP-Systemen deutliche Diskrepanzen zwischen der Aufbauorganisation, die sich durch Rollen und deren Zuordnungen zu Usern konkretisiert, und den Prozessen, die sich durch Abfolge von Belegen und Transaktionen, äußert. Wie kann sonst die Frage erklärt werden, dass der Poweranteil der User, die z. B. Kreditor-enrechnungen erfassen, selten über 40% liegt. Unter Power-Usern werden hier Anwender verstanden, die 80% des Belegvolumens erfassen. Die Frage ist: Was machen dann die anderen 60% der Anwender, die lediglich 20% der Belege erfassen. Die Kennzahl „Anteil der Power-User für bestimmte Bereiche“ deckt somit Ineffizienzen in der Aufbauorganisation auf. Um die Aufbauorganisation and den Prozessablauf stärker auszurichten, werden im Rahmen der RBE Plus Benutzer- und Rollenanalyse weitere Kennzahlen entwickelt, die diese Diskrepanzen aufzeigen.
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»Dr. Andreas Hufgard referiert zum Thema "Verbesserung IT-getriebener Geschäftsprozesse in der Logistik"
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